Heizkörpernischen sind vor allem in älteren Häusern häufig zu finden. Dabei wurde der Heizkörper in eine Aussparung unterhalb des Fensters gesetzt, sodass er weniger weit in den Raum hineinragt. Was früher praktisch erschien, kann bei einer heutigen Renovierung jedoch zum Nachteil werden. Die Wand ist in diesem Bereich häufig deutlich dünner als die übrige Außenwand und bietet außerdem weniger nutzbare Fläche. Wird ein Heizkörper versetzt oder ein Raum grundlegend modernisiert, stellt sich deshalb oft die Frage, ob sich die vorhandene Heizkörpernische schließen lässt. Mit einer fachgerechten Ausführung kann daraus wieder eine geschlossene und gleichmäßige Wandfläche entstehen.
Warum gibt es in älteren Häusern Heizkörpernischen?
In vielen Bestandsgebäuden wurden Heizkörper bewusst unterhalb der Fenster eingebaut. Damit sie nicht zu weit in den Raum hineinragen, wurde die Außenwand an dieser Stelle dünner ausgeführt. Dadurch entstand die typische Heizkörpernische. Besonders in Gebäuden aus früheren Jahrzehnten ist diese Bauweise noch häufig vorhanden. Wird heute die Heizungsanlage verändert oder ein Raum neu gestaltet, wird die Nische häufig nicht mehr benötigt.
Welche Nachteile kann eine Heizkörpernische haben?
Durch die geringere Wandstärke ist der Bereich hinter dem Heizkörper oft schlechter gedämmt als die angrenzende Außenwand. Dadurch kann dort mehr Wärme nach außen verloren gehen. Gleichzeitig unterbricht die Nische die gerade Wandfläche und kann die spätere Nutzung des Raumes einschränken. Soll beispielsweise ein anderer Heizkörper montiert, ein Möbelstück aufgestellt oder die Wand insgesamt neu gestaltet werden, kann eine geschlossene Fläche deutlich praktischer sein.
Wann lohnt es sich, eine Heizkörpernische zu schließen?
Besonders sinnvoll ist der Umbau, wenn der vorhandene Heizkörper ohnehin entfernt oder an eine andere Stelle versetzt wird. Auch im Rahmen einer größeren Renovierung kann es sich anbieten, alte Nischen direkt mit zu bearbeiten. Bleibt der Heizkörper dagegen unverändert an seiner bisherigen Position, sollte zunächst geprüft werden, ob das Schließen der Nische überhaupt sinnvoll und technisch möglich ist. Ein Bauunternehmen kann vor Ort beurteilen, wie der vorhandene Wandaufbau aussieht und welche Ausführung für die Immobilie geeignet ist.
Der vorhandene Wandaufbau entscheidet
Heizkörpernischen können je nach Gebäude sehr unterschiedlich aufgebaut sein. Wandstärke, verwendetes Mauerwerk und vorhandene Dämmung spielen bei der Planung eine wichtige Rolle. Bevor die Nische geschlossen wird, sollte deshalb geprüft werden, aus welchem Material die bestehende Wand besteht und wie tief die Aussparung tatsächlich ist. Besonders bei älteren Gebäuden können frühere Umbauten oder Reparaturen dazu führen, dass der Aufbau nicht überall gleich ist.
Wie wird eine Heizkörpernische geschlossen?
Nach dem Ausbau beziehungsweise Versetzen des Heizkörpers wird zunächst der vorhandene Bereich vorbereitet. Alte Befestigungen, lose Putzreste oder andere nicht mehr benötigte Bauteile müssen entfernt werden. Anschließend kann die Nische passend zum vorhandenen Wandaufbau geschlossen werden. Je nach Situation kommen dabei unterschiedliche Materialien und Konstruktionen infrage. Entscheidend ist, dass die neue Fläche dauerhaft stabil ist und sich anschließend sauber an die vorhandene Wand anschließt.
Mauerwerk passend ergänzen
Bei massiv ausgeführten Außenwänden kann es sinnvoll sein, die Nische mit geeignetem Mauerwerk zu schließen. Dabei sollte das neue Material zum vorhandenen Aufbau passen. Die Verbindung zwischen bestehender Wand und neuer Fläche muss sorgfältig hergestellt werden, damit später keine unnötigen Risse oder Bewegungen entstehen. Solche Arbeiten gehören zu den klassischen Maurerarbeiten bei der Modernisierung älterer Gebäude.
Wärmeschutz bei Außenwänden berücksichtigen
Da Heizkörpernischen meist an Außenwänden liegen, sollte nicht nur die neue Oberfläche betrachtet werden. Auch der Wärmeschutz spielt eine wichtige Rolle. Wird die dünnere Wandstelle geschlossen, kann der Wandaufbau in diesem Bereich verbessert werden. Welche Lösung sinnvoll ist, hängt jedoch vom bestehenden Gebäude ab. Eine pauschale Vorgehensweise gibt es gerade bei älteren Häusern nicht, weil sich Wandstärken und Materialien deutlich unterscheiden können.
Anschlüsse und Leitungen vorher prüfen
Bevor eine Heizkörpernische geschlossen wird, müssen vorhandene Leitungen berücksichtigt werden. Heizungsrohre verlaufen häufig direkt durch die Nische oder angrenzende Wandbereiche. Werden Heizkörper und Leitungen verändert, sollte bereits vor den Maurer- oder Ausbauarbeiten feststehen, wo die neuen Anschlüsse liegen. So lässt sich vermeiden, dass eine bereits geschlossene Wand später wieder geöffnet werden muss.
Wie entsteht wieder eine gerade Wandfläche?
Nach dem Schließen der Nische muss der neue Bereich an die vorhandene Wand angepasst werden. Übergänge sollten so vorbereitet werden, dass später eine möglichst gleichmäßige Oberfläche entsteht. Je nach Zustand der angrenzenden Fläche können anschließend Putzarbeiten notwendig sein. Erst danach kann die Wand gestrichen, tapeziert oder anderweitig gestaltet werden.
Risse an den Übergängen vermeiden
Ein kritischer Bereich liegt häufig dort, wo neues Material auf den vorhandenen Bestand trifft. Unterschiedliche Materialien können sich bei Temperatur- oder Feuchtigkeitsschwankungen unterschiedlich verhalten. Werden diese Übergänge nicht sauber vorbereitet, können später feine Risse entstehen. Deshalb sollte beim Schließen einer Heizkörpernische nicht nur die eigentliche Öffnung gefüllt, sondern auch der Anschluss an die bestehende Wand sorgfältig ausgeführt werden.
Heizkörpernische im Zuge einer Renovierung schließen
Besonders sinnvoll lässt sich die Maßnahme mit weiteren Arbeiten kombinieren. Wird ein Raum ohnehin neu verputzt, gestrichen oder der Boden erneuert, kann die alte Nische direkt in die Planung einbezogen werden. Im Rahmen einer Renovierung können dadurch mehrere Arbeitsschritte aufeinander abgestimmt werden. Das verhindert, dass bereits fertige Oberflächen zu einem späteren Zeitpunkt wieder geöffnet oder ausgebessert werden müssen.
Mehr nutzbare Wandfläche im Raum
Neben möglichen energetischen Vorteilen verändert eine geschlossene Heizkörpernische auch die Raumgestaltung. Statt einer zurückspringenden Fläche entsteht wieder eine gerade Wand. Dadurch lassen sich Möbel flexibler platzieren und die Wand kann einheitlicher gestaltet werden. Besonders bei kleineren Räumen kann die zusätzliche nutzbare Fläche einen spürbaren Unterschied machen.
Alte Heizkörpernische nicht einfach verkleiden
Eine schnelle Verkleidung kann optisch zunächst ausreichend erscheinen, löst jedoch nicht automatisch die Fragen rund um Wandaufbau, Leitungen und mögliche Wärmeverluste. Vor allem bei Außenwänden sollte geprüft werden, welche Konstruktion tatsächlich sinnvoll ist. Auch vorhandene Feuchtigkeit oder Schäden am Mauerwerk sollten ausgeschlossen werden, bevor die Fläche dauerhaft geschlossen wird.
Schäden hinter dem Heizkörper frühzeitig erkennen
Nach dem Ausbau eines alten Heizkörpers können Schäden sichtbar werden, die vorher nicht erkennbar waren. Dazu gehören beispielsweise bröckelnder Putz, Risse oder ältere Befestigungslöcher. Solche Stellen sollten vor dem weiteren Wandaufbau fachgerecht instand gesetzt werden. Je nach Zustand können zusätzliche Reparaturarbeiten erforderlich sein.
Umbau sinnvoll mit anderen Arbeiten verbinden
Das Schließen einer Heizkörpernische ist meist kein isolierter Arbeitsschritt. Heizungsarbeiten, Maurerarbeiten, Putz und spätere Oberflächengestaltung greifen ineinander. Deshalb ist es sinnvoll, den Ablauf vor Beginn festzulegen. Welche weiteren Arbeiten bei einer Modernisierung übernommen werden können, zeigt die Übersicht der Leistungen.
Heizkörpernischen bei Bestandsimmobilien fachgerecht schließen
Gerade in älteren Gebäuden sollte der vorhandene Wandaufbau vor dem Umbau genau betrachtet werden. Das Baugeschäft Schuchhardt übernimmt in Wuppertal und Umgebung Sanierungs-, Renovierungs- und Reparaturarbeiten an Bestandsimmobilien und führt unter anderem Maurer- und Putzarbeiten aus. Dadurch lassen sich die verschiedenen Arbeitsschritte beim Schließen einer alten Heizkörpernische sinnvoll miteinander abstimmen.
Wann sich der Umbau besonders anbietet
Eine alte Heizkörpernische zu schließen, bietet sich vor allem dann an, wenn der Heizkörper ohnehin versetzt oder entfernt wird und der Raum umfassender renoviert werden soll. Entscheidend ist, den bestehenden Wandaufbau, vorhandene Leitungen und die später gewünschte Oberfläche frühzeitig zu berücksichtigen. So kann aus der ehemaligen Nische wieder eine stabile, gerade und gut nutzbare Wandfläche entstehen.

